Datum: Februar 21, 2025 um 5:00 pm
Dauer: 4 Stunden
Einsatzart: Einsatzübung
Einsatzort: Adelebsen
Fahrzeuge: ELW 1, Kdow-GBM, Kdow-stellv. GBM, Krad, LF KatS, TLF 16/25
Weitere Kräfte: Ortsfeuerwehr Barterode, Ortsfeuerwehr Eberhausen, Ortsfeuerwehr Erbsen, Ortsfeuerwehr Güntersen, Ortsfeuerwehr Lödingsen, Ortsfeuerwehr Wibbecke
Einsatzbericht:
Am 21. Februar 2025 fand in der Gemeinde Adelebsen eine Übung zum Thema Stromausfall statt. Ziel war es, das kürzlich entwickelte Stromausfallkonzept in der Praxis zu erproben und mögliche Optimierungspotenziale zu identifizieren.
Obwohl ein langanhaltender, flächendeckender Stromausfall in Deutschland als unwahrscheinlich gilt, zeigen Ereignisse wie der Stromausfall im Münsterland 2005, dass diese Situation nicht ausgeschlossen werden kann. Damals waren einige Orte bis zu vier Tage ohne Strom. Um für einen solchen Fall vorbereitet zu sein, sieht das Konzept der Gemeinde Adelebsen klare Handlungsabläufe vor. Im Ernstfall werden die Gemeinde sowie die Führungsstelle alarmiert. Anschließend wird an jedem Gerätehaus eine Einsatzbereitschaft hergestellt, die je nach Lage auch in mehreren Schichten erfolgen kann.
Im Rahmen der Übung trafen sich die Führungskräfte der einzelnen Ortsfeuerwehren gegen 17 Uhr am Gerätehaus Adelebsen zu einer Lageeinweisung. Die vermittelten Informationen wurden anschließend in die jeweiligen Ortsfeuerwehren getragen und dort umgesetzt. Gemäß dem Konzept sollen im Ernstfall an zentralen Orten einlaminierte Aushänge angebracht und Lautsprecherdurchsagen durchgeführt werden, um die Bevölkerung über die Möglichkeit der Notrufweitergabe an den Gerätehäusern zu informieren. In der Übung wurde dies jedoch nur simuliert und nicht praktisch umgesetzt.
Ein wichtiger Bestandteil der Übung war die Nutzung der erstellten Formulare zur Notrufaufnahme. Im Szenario eines vollständigen Stromausfalls wäre die Kommunikation mit der Leitstelle nicht mehr möglich, weshalb Notrufe an den Gerätehäusern entgegengenommen und dokumentiert werden müssten. Durch die Simulation kleiner Einsatzszenarien konnten die Formulare in der Praxis getestet werden.

Auch die Versorgung der Einsatzkräfte wurde berücksichtigt. Mithilfe eines Gaskochers konnten sich die Feuerwehrleute ihr Essen zubereiten und so unter realistischen Bedingungen erproben, wie eine autarke Versorgung im Ernstfall organisiert werden kann.
Die Übung bestätigte, dass das Konzept eine solide Grundlage für den Ernstfall bietet. Gleichzeitig wurden kleinere Optimierungspotenziale identifiziert, die nun in die Weiterentwicklung des Stromausfallkonzepts einfließen.