Datum: August 25, 2019 
Alarmzeit: 2:47 am Uhr 
Alarmierungsart: Sirene und Meldeempfänger 
Dauer: 14 Stunden 43 Minuten 
Art: Brandeinsatz 
Einsatzort: Adelebsen – Offenser Straße 
Fahrzeuge: ELW 1, Kdow-stellv. GBM, LF KatS, TLF 16/25, TSF-W 
Weitere Kräfte: Bauhof Adelebsen, FTZ Potzwenden, Ortsfeuerwehr Barterode, Ortsfeuerwehr Eberhausen, Ortsfeuerwehr Erbsen, Ortsfeuerwehr Güntersen, Ortsfeuerwehr Lödingsen, Polizei, Rettungsdienst 


Einsatzbericht:

Am frühen Sonntagmorgen kam es in der Offenser Straße in Adelebsen zu einem Großbrand.

Zunächst wurden um 02:47 Uhr die Ortsfeuerwehren Adelebsen und Barterode alarmiert.

Als die ersten Einsatzkräfte am Brand-Ort eintrafen, standen ca. 150 Strohballen auf einer Länge von ca. 20 Metern in Vollbrand. Zunächst galt es zu verhindern, dass das Feuer auf eine angrenzende Scheune übergreift, in der Pferde des Reitvereins untergebracht sind.

Umgehend wurde daher eine Riegelstellung zu den Stallungen vorgenommen. Ein Übergreifen der Flammen konnte knapp verhindert werden. „In die Karten“ spielten den Feuerwehrleuten dabei verschiedene Umstände wie das schnelle Entdecken des Feuers und die Windstille. Wäre das Feuer später entdeckt worden und wäre ggf. Wind vorhanden gewesen, hätte es schnell zu einem Übergreifen der Flammen auf das Stallgebäude kommen können. Glücklich war zudem der Umstand, dass durch die Alarmierungszeit nachts alle verfügbaren Einsatzkräfte zuhause waren und so schnell am Brand-Ort eintrafen.

Zeitgleich zur Riegelstellung wurde die Ortsfeuerwehr Lödingsen und ein Rettungswagen zum Eigenschutz der eingesetzten Kräfte nachalarmiert. In den folgenden Stunden des Einsatzes kam es durch die hohe Anzahl an benötigten Atemschutzgeräteträgern zu weiteren Nachalarmierungen, sodass auch die Ortsfeuerwehren Erbsen, Güntersen und Eberhausen in den Einsatz eingebunden waren. Zum Schutz der Pferde wurden im Stall frühzeitig Druckbelüfter eingesetzt, um das Gebäude rauchfrei zu halten.

Auch die Besitzer der Pferde und die Verantwortlichen des Reitvereins waren vor Ort, sie handelten ruhig und besonnen.

Parallel zur Abriegelung wurde die Brandbekämpfung begonnen. Sie wurde mit 9 Strahlrohren und insgesamt ca. 20 Trupps unter Atemschutz durchgeführt.

An der Einsatzstelle kam es während des Brandes zu einer massiven Rauchentwicklung. Davon waren auch einige Straßen im Umfeld betroffen, weshalb sowohl über die Facebook-Seite der Feuerwehr als auch über die Handy-App „Katwarn“ eine Warnung an die Bevölkerung ausgegeben wurde. Wir empfehlen die Installation der App „Katwarn“, die bei größeren Schadensereignissen Warnungen übermittelt und so die Bevölkerung gezielt informiert.

Parallel zur Warnung wurde der „Gerätewagen Messtechnik“ des Landkreises Göttingen angefordert, der in Dransfeld stationiert ist. Er führte Schadstoffmessungen im Ortsgebiet durch. Die Messungen ergaben, dass im Ortsgebiet zu keiner Zeit Gefahr für Anwohner bestand.

Das für den Einsatz benötigte Löschwasser wurde mithilfe von 2 Pumpen aus dem angrenzenden Mühlengraben zur Einsatzstelle gefördert. Nach Rücksprache mit der unteren Wasserbehörde des Landkreises Göttingen wurde zudem eine Sperre auf dem Mühlengraben gesetzt, damit sich kontaminiertes Löschwasser nicht im Bach ausbreiten kann.

Gegen 5 Uhr war der Brand oberflächlich gelöscht. Um alle Glutnester zu erreichen, musste in der Folge das Stroh mithilfe von Radladern bzw. Traktoren mit Frontladern auseinander gezogen werden. Dabei stellten neben dem Bauhof auch der Reitverein und die Firma Timmermann aus Güntersen ihre Geräte zur Verfügung. An dieser Stelle möchten wir uns ausdrücklich beim Reitverein und der Firma Timmermann für die schnelle und unkomplizierte Hilfe bedanken!

Neben den Helfern gab es leider auch Bürger, die der Aufforderung, mit Geräten Hilfe zu leisten, nicht nachgekommen sind. Wir möchten daher noch einmal an die Bevölkerung appellieren, Hilfe in Notsituationen zu leisten, uneigennützig zu handeln und uns bei unserer Arbeit zu unterstützen, wie es die vielen Mitbürger des Flecken Adelebsen tun.

Nachdem das Stroh gegen Vormittag vollständig auseinander gezogen war, wurde es großflächig mit Schaum bedeckt, um sicher alle Glutnester erreichen zu können.

Gegen 11:30 konnte die Einsatzstelle verlassen werden. Im Anschluss musste die Einsatzbereitschaft der Fahrzeuge wiederhergestellt werden. Dazu war auch ein Fahrzeug der Feuerwehrtechnischen Zentrale Potzwenden vor Ort, um die benutzten Atemschutzgeräte zu tauschen.

Über den gesamten Tag wurde der Brand-Ort mehrfach kontrolliert, sodass am Nachmittag die letzten Einsatzkräfte zu Ihren Familien zurückkehren konnten. Von der Alarmierung bis zur letzten Kontrolle des Brand-Ortes vergingen 15 Stunden.

Wenn auch Du die Feuerwehr unterstützen willst, freuen wir uns über Deinen Kontakt!