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Ausbildung: Drohnen bei der Feuerwehr

am . Veröffentlicht in Einsatzabteilung

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Dass moderne Technik bei der Feuerwehr eine immer größere Rolle spielt, ist hinlänglich bekannt. Am Montag hatten die Führungskräfte der Feuerwehr Adelebsen die Möglichkeit, sich mit einer weiteren Innovation vertraut zu machen - Und zwar mit dem Einsatz von Drohnen im Feuerwehreinsatz. 

Gemeinsam mit einem Mitarbeiter der Agrartechnik der Universität Göttingen wurde die Handhabung mit dem unbemannten Flugobjekt geübt und Einsatzmöglichkeiten getestet. Zu Beginn gab es in einem theoretischen Teil Informationen über rechtliche Aspekte und zu beachtende Eigenschaften bei der Benutzung. Auf dem Gelände der Wegner GmbH&Co KG auf der Bramburg hatten die Einsatzkräfte anschließend die Möglichkeit, die Inbetriebnahme und den Flug der Drohne selbst zu trainieren. Dabei wurde das Gelände mit der Drohne überflogen und unter Anderem geübt, mithilfe der installierten Kamera Warnhinweise auf Kanistern abzulesen. 
In vielen Bereichen werden unbemannte Fluggeräte bereits seit längerer Zeit genutzt, so zum Beispiel für Filmaufnahmen, bei der Polizei oder in der Landwirtschaft. Und auch wenn der Einsatz einer Drohne bei der Feuerwehr auf den ersten Blick abwegig erscheint, so sind die Einsatzmöglichkeiten doch vielfältig. Der Vorteil, dass Drohnen in Bereichen eingesetzt werden können, die für Menschen eventuell zu gefährlich sind, macht sich schnell bezahlt. Bei Bränden, Technischen Hilfeleistungen oder Gefahrguteinsätzen kann beispielsweise das Schadensgebiet aus der Luft beobachtet werden, um der Einsatzleitung nützliche Informationen über das Ausmaß eines Schadens zu übermitteln, mit einer installierten Wärmebildkamera von oben Glutnester zu lokalisieren oder andere Informationen zu liefern, die für die Feuerwehr wichtig sind. Bei der Lageerkundung ist es möglich, sich ein Bild zu verschaffen, ohne Einsatzkräfte sofort in einen Gefahrenbereich zu schicken. Auch die Art eines Gefahrstoffes kann erkannt werden, ohne dass Feuerwehrleute zu nah an die Gefahrenstelle heran müssen. Doch nicht nur bei Bränden oder Technischen Hilfeleistungen, auch bei Personensuchen kann die Drohne hilfreich sein, da ein Gebiet sowohl mit Fahrzeugen am Boden als auch aus der Vogelperspektive abgesucht werden kann. Da der Einsatz eines solchen Gerätes nicht alltäglich ist, wird in naher Zukunft ein weiteres Training stattfinden, um den Einsatz im Ernstfall zu beherrschen und so entscheidende Vorteile nutzen zu können. 

An dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank an die Abteilung Argartechnik der Universität Göttingen für die sehr interessante und lehrreiche Zeit und an die Wegener GmbH&Co KG für die Möglichkeit, das Gelände für Übungszwecke zu nutzen! 

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