Einsatzkleidung

Den Einsatzkräften steht nicht nur der "normale" Einsatzanzug zur Verfügung, denn oft reicht diese nicht aus, um einen ausreichenden Schutz zu gewährleisten. Aus diesem Grund verfügt die Adelebser Feuerwehr über insgesamt sechs verschiedene Schutzanzüge, die an die jeweiligen Gefahren angepasst sind:

Einsatzanzug

Einsatzanzug

Der Einsatzanzug ist die „typische“ Einsatzkleidung eines Feuerwehrmannes. Sie wird bei den meisten Einsätzen getragen und besteht aus:

  • Feuerwehrstiefel
  • Feuerwehrüberhose
  • Feuerwehrüberjacke
  • Handschuhe
  • Feuerwehrhelm mit Nacken- und Gesichtsschutz
  • ggf. Feuerwehrsicherheitsgurt

Der dunkel gehaltene Anzug ist mit gelben und silbernen Leuchtstreifen versehen, damit die Einsatzkräfte bei Tag und bei Nacht stets gut gesehen werden. Dieser Einsatzanzug stellt den Standard dar und wird sowohl bei der Brandbekämpfung als auch bei technischen Hilfeleistungen von den Einsatzkräften getragen. Die Kleidung schützt den Träger vor mechanischen und thermischen Einflüssen und dient auch als Wetterschutzkleidung.

Hitzeschutzanzug

Hitzeschutzanzug

Wenn es besonders heiß ist, kommt der Hitzeschutzanzug zum Einsatz. Er besteht aus:

  • Füßlinge
  • Hose-Jacke Kombination mit integrierter Kopfschutzhaube

Darunter wird der Feuerwehrhelm, die Feuerwehrstiefel und ein Atemschutzgerät getragen. Um den Träger vor Wärme zu schützen, ist der Anzug aluminiumbedamft, so dass die Wärmestrahlung reflektiert wird. Bei Einsätzen kommt diese Art der Schutzkleidung nur sehr selten zum Einsatz, da dieser Anzug vor allem für Flüssigkeitsbrände mit einer großen Hitzeentwicklung konzipiert wurde.

Chemieschutzanzug

Chemieschutzanzug (Atemschutzgerät fehlt)

Bei Unfällen mit chemischen Stoffen kommt der Chemieschutzanzug zum Einsatz. Er ist gegen die meisten Chemikalien resistent und besteht aus nur einem Teil. Die Adelebser Feuerwehr verfügt über 4 solcher Anzüge.

Mindestens eine weitere Person ist nötig, um diesen Anzug an bzw. abzulegen. Zunächst muss der Träger ein Atemschutzgerät (auf dem Bild nicht zu sehen) anlegen und den Feuerwehrhelm aufsetzen. Anschließend wird der Einteiler angezogen und verschlossen. Damit ist die Einsatzkraft von der Umgebung abgeriegelt, das bedeutet weder Gase noch Flüssigkeiten können in den Anzug gelangen. So kann man ca. eine halbe Stunde damit arbeiten.

Forstschutzanzug

Forstschutzanzug

Gerade bei Unwettern kommt es häufig vor, dass die Feuerwehr umgestürzte Bäume von der Straße räumen muss. Dazu ist der Einsatz einer Motorsäge nötig. Um sich vor möglichen Unfällen mit der Säge zu schützen, trägt der Führer der Säge immer den Forstschutzanzug. Dieser besteht aus:

  • Schnittschutzhose
  • Waldarbeiter-Schutzhelm
  • Überjacke
  • Feuerwehrstiefel
  • Handschuhe

Die Schnittschutzhose ist in der Lage die Kette der Motorsäge bei Kontakt sofort zu stoppen. Damit wird eine ernsthafte Verletzung der Einsatzkraft vermieden.

Wathose

Wathose

Bei Einsätzen im flachem Wasser, z.B. beim Ölsperren bauen, kann ein Feuerwehrmann auf eine Wathose zurück greifen. Diese ist bis zur Brust wasserdicht und schützt so den Träger vor Verunreinigungen im Wasser. Neben der eigentlichen Wathose trägt die Einsatzkraft noch:

  • Schwimmweste
  • Handschuhe
  • Feuerwehrhelm
  • ggf. Feuerwehrjacke

Zusätzlich werden Feuerwehrleute bei solchen Arbeiten zur Sicherung neben der Schwimmweste auch mit einer Leine gesichert. So beispielsweise bei einem Sturz im Wasser sofort eine Rettung erfolgen.

Hundefängeranzug

Hundefängeranzug

Sollte die Feuerwehr einmal zu einem frei laufenden Hund gerufen werden, so gibt es auch dafür einen speziellen Schutzanzug. Er besteht aus:

  • gefütterten Lederhose
  • gefütterte Lederjacke
  • gefütterte Handschuhe
  • Feuerwehrstiefel
  • Feuerwehrhelm

Durch die dicke Fütterung ist der Träger vor Hundebissen geschützt und kann gefahrlos arbeiten. Der Anzug lässt sich natürlich nicht nur bei Hunden, sondern auch bei anderen Tieren einsetzten.